Wie umgehen mit dem Leid in der Welt

Um auf mein neues Buch Finn Seelenpiegel aufmerksam zu machen, bin ich gerade ziemlich viel bei Facebook unterwegs und sehe dort die vielen grauenvollen Filme und schreckliche Bilder von gequälten Kreaturen, Mensch wie Tier, quasi 3D und in Farbe, und hole mir das Leid direkt ins Wohnzimmer.

Egal ob Hunde, Wale, Schweine oder Kühe, Schafe oder Kanninchen - alle Leiden sie unter uns Menschen, werden gequält und misshandelt. Vor allem bei den Tieren kann ich das Wissen darum kaum aushalten. Und ja, ich finde es wichtig, darauf aufmerksam zu machen, aber wie sollen wir das Leid, dass wir ständig vor Augen gehalten bekommen, eigentlich aushalten? Wie schaffen wir es, der Welt trotzdem das viele Schöne abzugewinnen und sie positiv zu betrachten?

Ich glaube, wir können versuchen, uns zu freuen - wenn ein Hund aus der Tötung gerettet wird und jetzt eine tolle Familie hat, wenn Menschen zusammen arbeiten, um einer Katze aus einem tiefgelegten Betonbett zu helfen, wenn viele Menschen geduldig warten, bis ein Elefant die Straße überquert hat, wenn Tierschützer Schildkröten vom Plastik befreien und Vögeln die Netze aus den Gefiedern heddern. Wir könnten uns ärgern, dass es erst soweit gekommen ist - wir können uns aber auch entscheiden uns zu freuen, dass einigen Mitgeschöpfen geholfen werden könnte. Es ist unsere Entscheidung, wie wir die Dinge betrachten.

Und wir können noch mehr tun: Wir können aufhören, billig und frei nach dem Motto "geiz ist geil" zu leben. Wir können bereits sein, für Milchprodukte und Fleisch mehr Geld auszugeben, und nur dort zu kaufen, wo sicher ist, dass die Tiere das Sonnenlicht gesehen haben und wussten, dass ihre Beine zum Laufe über grüne Wiesen gedacht sind. Wir können aufhören nur auf den Preis statt auf die Ökobilanz zu achten und wir können unser Geld mit anderen teilen - mit Tierschutzorganisationen, Menschenrechtsorganisationen und Umweltschutzorgas, die nachhaltige und transparente Arbeit machen.

Lasst uns wieder achtsamer werden, das Gute posten, uns freuen an der Unbeschwertheit und Lebendigkeit unserer Tiere und lasst uns schauen, welchen Energiewolken wir mit unserem täglichen Tun füttern - die mit Hass, Leid und Gewalt, oder die der Nächstenliebe, des Mitgefühls und des Miteinanders. Es ist unsere Entscheidung, jeden Tag neu und gilt für die Tiere genauso wie für die Menschen.

 

Wie gehst du mit den Themen um? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Liebe Grüße

Aruna mit Finn und Ella

Kommentar schreiben

Kommentare: 5
  • #1

    Jacqueline Jäggi (Samstag, 15 April 2017 20:13)

    Hallo,
    also ich habe sehr mühe mit dem Leid der Welt umzugehen. Vor allem wenn es um Tiere geht, weil die Tiere uns einfach hilflos ausgeliefert sind. Es macht mich sehr traurig wenn ich sehe wie für viele Menschen das Tier einfach ,, wertlos ,, ist. Ich habe schon 3 Hunde aus dem Tierheim befreit, und konnte somit diesen Hunden helfen, und ihnen ein schönes Leben bieten. Ich musste mich auch ein wenig von den sozialen Medien befreien, weil ich mit der Grausamkeit gegenüber den Tieren einfach nicht zurecht kam. Ich kann ja doch nicht jedem Tier helfen, auch wenn ich es gerne möchte. Ich kann nur hoffen, dass jeder Mensch der ein Tier quält, das gleiche Schicksal erleidet.

  • #2

    Martina Hoffmann (Samstag, 15 April 2017 20:28)

    Hallo... jeder Wildpinkler wird in Deutschland härter bestraft als ein Tierquäler das kann ja wohl nicht wahr sein. Nicht weg schauen wenn Euch etwas auffällt. Handeln

  • #3

    Janet (Sonntag, 28 Mai 2017 16:05)

    Ich bin sehr gerührt von Deinen Worten. Ich war heute auch schon wieder in Tränen gebadet als ich sah was sich Menschen noch für so schlimme Dinge einfallen lassen. Ich wäre selber nie auf sowas gekommen. Sehr vielen Menschen mangelt es an Mitgefühl und Einfühlungsvermögen. Bevor sie etwas geben könnten um Leid zu lindern, drehen sie sich lieber um und halten ihre Geldbörse verschlossen. Aber Du hast recht, wenn man nur traurig ist und sich dem Schmerz hingibt wird es auch nicht besser. Jeder sollte sein Bestes geben und anderen ein Vorbild sein. Liebe Grüsse

  • #4

    Bärbel Plüer (Sonntag, 28 Mai 2017 16:31)

    Man kann auch aufhören, sich an Tierquälerei zu beteiligen, indem man erst mal selbst auf tierische Produkte verzichtet und vegan lebt. Man könnte sich darüber informieren was Milchwirtschaft für Tiere (und nicht nur für Tiere) bedeutet und diese Informationen an andere (die dafür offen sind) weitergeben. Denn ich glaube, dass dies viele überhaupt nicht wissen und ihre Ernährung ändern würden, wenn sie besser informiert wären.

  • #5

    Bianca (Montag, 29 Mai 2017 10:52)

    Mein Leitspruch seit 5 Jahren: Viele Tropfen ergeben einen Ozean! Wenn jeder für sich etwas tut, bewusst und achtsam handelt, wird es sich positiv in der Welt auswirken. Law of attraction: wir brauchen nur 51% Positivität, dann kommt der Rest von ganz allein. In diesem Sinne, auch wenn der Schritt noch so klein ist, wird er in Summe viel bewirken.