Darmaufbau beim Hund (vor allem nach Tierheimaufenthalt oder Antibiotikatherapie)

Wie bereits in meinem Buch Finn Seelenspiegel versprochen, hier nun eine Möglichkeit, den Darmaufbau eines Hundes mittels Pflanzen zu unterstützen. Gerade Hunde, die aus dem Tierheim kommen, sind selten wohl genährt und fit wie ein Turnschuh. Wie ihr in Finn Seelenspiegel nachlesen könnt, hat auch Finn am Anfang das meiste, was oben rein kam, nach kürzester Zeit unter wieder rausgehauen. Trotz reichlich Futter nahm er nur sehr langsam zu und er fraß seine eigene Sch... Bis er Freude an soetwas wie Rinderkopfhaut oder Ochsenziemer hatten, musste eine Menge mit seinem angeschlagenen Darm passieren. 

Auf Rumäniens Straßen aufgewachsen und als ziemlich Kleiner mit Hundefängern brutal ins Tierheim geschafft, kamen neben jeder Menge Stress und Angst, was ja bekanntlich auch auf den Darm schlagen kann, noch mehrfaches Entwurmen, Entflohen und Impfen dazu. Das ist auch wichtig und richtig, aber sein Immunsystem war dadurch am Boden, sein Entgiftungssystem auch und sein Darm sowieso. Auf der psychischen Ebene stehen die Verdauungsorgane übrigens auch im übertragenen Sinne für "Verdauen" von Erlebten und Neuem, sowie Loslassen von Altem, sowohl körperlich, als auch psychisch.

Dummerweise liegt ein großer Teil der Abwehr im Darm und ein großer Teil des Stoffwechsels findet ebenfalls dort statt. Es liegt also nahe, die Darmschleimhaut gut aufzubauen, die Leber beim Entgiften zu unterstützen und so mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Wir bekommen im besten Fall einen entgifteteten Hund mit einem Darm, der seine Aufgaben erfüllen kann, nämlich Abwehr formieren und Nährstoffe aufnehmen und zur Verfügung stellen.

Das vorher beim Tierarzt abgeklärt wird, dass der Hund grundsätzlich gesund ist, ist ja klar und bedarf keiner weiteren Erläuterung, oder?

Also, viele Wege führen zu Ziel. Da ich Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Pflanzenheilkunde bin, lag es für mich nahe, den Pflanzen den Vorzug zu geben.

Auch Hunde haben einen Dünn- und einen Dickdarm. Während Ersterer dafür zuständig ist, die Nahrung in brauchbar und unbrauchbar einzuteilen, steht Zweiterer ganz im Zeichen von Entsorgung und Abwehr, denn die im Dickdarm enthaltenen Bakterien braucht das Immunsystem, um stark und kraftvoll zu sein.

Als erstes zwei Entgiftungspflanzen, die die Leber unterstützen: Mariendistelfrüchte und Löwenzahnkraut und -wurzel. Dann Goldruten, Birken- und Brennnesselblätter, damit das Gift den Körper auch leicht verlassen kann und die Nieren unterstützt werden. Ganz nebenbei haben die Pflanzen auch einen hohen Mineralstoffanteil. Schafgarbe sowohl Blätter, als auch Blüten zusätzlich als Unterstützung. Für die Zubereitung gibt es zwei Varianten: Entweder ihr kocht aus den Kräutern einen Tee und flöst dem Hund den abgekühlten Tee mit Hilfe einer Spritze ein, oder ihr pulverisiert die Kräuter z.B. in einer ausgewaschenen Kaffeemühle und streut sie über das Futter. Aber Vorsicht: Das Pulver ist viel intensiver als der Tee, deshalb nur jeweils eine Prise über das Futter streuen. Bei einem Minihund ist die Prise natürlich wesentlich kleiner als bei einer Dogge....

Dann streut ihr noch, je nach Größe des Hundes, etwa einen halben bis einen Teelöffel Heilerde und Bierhefe (Menge geht nach Gewicht des Hundes, steht auf der Packung) und einen Löffel frischen Biojoghurt über das Futter. Die Heilerde bindet Schadstoffe, Bierhefe und Joghurt unterstützen die Ansiedlung von Milchsäurebakterien - das sind die Guten ;-)!

Als letzten Baustein nehmt ihr gutes Futter. Ich möchte hier keine Futterdiskussion entfachen (nichts liegt mir ferner), wir bevorzugen Frischfleisch und frisches Obst und Gemüse, aber es gibt sicher auch andere sehr gute Futtervarianten. Wichtig ist, das es in der Zusammensetzung Sinn macht und nicht der allergrößten Teil Getreide ist...

Nach ungefähr zwei Wochen sollte euer Hund eigentlich einen "normalen" Durchsatz haben, wobei "normal" natürlich ein sehr dehnbarer Begriff ist. Während der eine Hund einmal am Tag eine ansehnliche Menge im Verhältnis zur Körpergröße absetzt, macht der andere die gleiche Menge lieber in zwei oder drei Etappen.

Finn hat dann nach zwei Wochen noch ein Mineral- und Vitamingemisch bekommen. Mit Hilfe der Pflanzen was das ständige Kacken zu Ende, die Konsistenz super, gefressen hat er, was im Napf war und nicht, was aus ihm heraus kam und der Hund nahm endlich zu. Wir hatten einen riesen Schritt geschafft.

Habt ihr noch Tipps? Wie war das bei Euren Hunden, als ihr sie bekommen habt?

 

liebe Grüße

Aruna mit Finn & Ella

 

 

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