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Bach-Blüten für Hunde (Gorse - Hornbeam) - Teil 4

Diesmal hat es ein wenig gedauert.... aber mein Broterwerb geht vor. Und jetzt die nächsten fünf Bach-Blüten mit einer kurzen Beschreibung zum Einsteigen in die Thematik. Alles Wichtige zu den Bach-Blüten allgemein findet ihr in Teil 1 der Serie. Los gehts...

Gorse: Hunde die Gorse brauchen, machen oft den Eindruck, aufgegeben zu haben. Sie sind zurückgezogen, das Lieblingsspielzeug kann sie nicht animieren, sie machen einen depressiven bis apathischen Eindruck. Tiere, die einen schlimmer Schicksalsschlag erlitten haben, Ihr Zuhause oder ein wichtiges Bezugswesen (egal ob Mensch oder Tier) verloren haben, brauchen manchmal Gorse, um wieder im Leben anzukommen. Gorse-Tieren ist alles zuviel. Sie mögen nicht mehr rausgehen, sind teilweise sogar zu (lebens)müde, um Futter aufzunehmen. Sie putzen sich nicht mehr und manchmal schaffen sie es nicht mal, sich bis nach draußen zu bewegen, um sich dort zu lösen. Gorse wird auch zur Sterbebegleitung eingesetzt und ist andererseits eine gute Blüte um nach schwerer Krankheit wieder zu genesen. Sie bringt Optimismus und hilft, die Hoffnung auf Besserung wiederzufinden.
Viele Blüten haben Apathie mit im Gepäck. Man muss hier genau unterscheiden. Clematis ist z.B. eher apathisch aus Langeweile, bei Mustard hält die Apathie nicht lange vor und kommt "aus heiterem Himmel", Olive ist überfordert und reagiert mit Apathie, während Star of Bethlehem ein Schockerlebnis hatte, ist es bei Gorse eher ein Schicksalsschlag.

Heather: Tiere, die Heather brauchen, erinnern an ein bedürftiges, egozentrisches Kleinkind. Sie tun alles, um die Aufmerksamkeit ihrer Bezugsperson zu bekommen und schrecken auch vor vermeintlich "negativen" Reaktionen ihrer Halter nicht zurück - Hauptsache, im Mittelpunkt stehen. Diese Tiere sind sehr körperbezogen, mögen jede Form von Pflege und lieben Streicheleinheiten - möglichst den ganzen Tag. Heathertiere weichen kaum von unserer Seite, mit Artgenossen haben sie wenig am Hut und wenn sie spitz kriegen, dass ein Wehwehchen massive Aufmerksamkeit nach sich zieht, dauert die Genesung kleinster Verletzungen auffällig lange....
Heather hilft den Tieren , auch einmal einen Schritt zurückzutreten und es auszuhalten, nicht immer das Zentrum der Welt zu sein.  Die Abgrenzung zu Chicory ist schmal. Meine Eselsbrücke war: Chicory erinnert eher an die bedürftige Mutter, Heather an das bedürftige Kind. 

Holly: Holly platzt vor Eifersucht-, Wut- und Racheallüren. Diese Tiere neigen zum nachtragen und vergessen nie eine erlittene Schmach. Sie halten sich für die rechtmäßige Stellvertretung der Sonne und die Welt hat sich um sie zu drehen. Hollytiere haben eine niedrige Reizschwelle, dafür eine erhöhte Aggressionsbereitschaft - das kann eine fatale Mischung sein. Holly ist auch eine gute Blüte, wenn das Tier bei Zuwachs eifersüchtig reagiert, es muss nicht so extrem sein wie oben beschrieben. Holly hilft, sich in eine Gemeinschaft einzufügen und nicht über allem zu thronen. Sowohl Heather, als auch Holly wollen im Mittelpunkt stehen, der Unterschied ist u.a., dass Holly ein wesentlich größeres Aggressionspotential hat als Heather. 

Honeysuckle: Diese Blüte lebt in der Vergangenheit. Sie passt auf Tiere, die unter Heimweh leiden oder sich nach Veränderungen anders verhalten als früher. Ausgelöst wird das vielleicht durch einen Umzug, einen Verlust oder eine Änderung der Lebensumstände. Die Reaktion der Tiere auf das Neue ist verschieden: Entweder wandern sie unruhig von Raum zu Raum und sind sehr nervös, oder sie liegen teilnahmslos in der Ecke und rühren sich nicht vom Fleck.

Tiere aus dem Tierschutz bekommen häufig Honeysuckle zur Verarbeitung ihrer Erlebnisse (oft zusammen mit Star of Bethlehem und Walnut). Die Blüte hilft, Vergangenes los zulassen, Trauer zu verarbeiten und sich mit der neue Situation zu arragieren. 

Hornbeam: Hornbeam hat Langeweile. Der routinierte Tagesablauf unterfordert das Tier. Kommt aber etwas Unerwartetes um die Ecke geflitzt, erwachen sie schlagartig aus ihrer Lethargie und sind putzmunter. Es ist egal, ob es die Nachbarskatze ist, oder die Wanderung auf unbekannten Terrain, Hauptsache einmal etwas Neues. Hornbeamtiere laufen herum wie das Leiden Christi, schlafen sehr viel und sind oft anfällig für Infektionen. Gerade morgens neigen diese Tiere zu Teilnahmslosigkeit und schlechter Laune. 
Hornbeam bringt ein bisschen Leben in das Tier, es wird unternehmungslustiger (hier ist dann allerdings auch der Halter gefordert - wie immer bei Störungen unserer Tiere) und freut sich wieder am Leben. 

... und weil es so hübsch hier... hier wieder der Hinweis zum Mitdenken:

Damit die Blüten helfen ist es wichtig, wirklich die Passenden auszusuchen. Dafür braucht es ein genaues Hinsehen und analysieren des Hundeverhaltens und eine möglichst genaue Kenntnis über die Blüten. Manchmal ist es günstiger, einen anderen Menschen auf unseren Hund schauen zu lassen. Oftmals sind wir zu sehr verbunden und es fehlt dadurch die Objektivität. Es gibt gute und ausführliche Bücher dazu, bitte nutzt sie zusätzlich, soooo genau kann ich es hier nicht schreiben, dann ist eine Blüte ein Blogbeitrag und das Ganze dauert ewig. Wenn die Blüten nicht genau passen, helfen sie auch nicht.... und.... Wunder können auch Bach-Blüten nicht bewirken... und... sie ersetzten weder Arzt, noch Heilpraktiker, noch Hundeschule und auch keinen Liebes- oder Zeitmangel. 

So, das war's für diesmal. Wer mag darf gerne teilen und liken und kommentieren....

 

Liebe Grüße

Aruna mit Ella & Finn

Und da das Bloggen alleine mich nicht überleben lässt, unten der Link zu meinem eigentlichen Broterwerb!

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